Linke Aktion Villingen-Schwenningen http://linkeaktion.blogsport.de Solidarität und Klassenkampf Mon, 07 Apr 2014 16:04:45 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Neue Internetseite http://linkeaktion.blogsport.de/2014/04/07/neue-internetseite/ http://linkeaktion.blogsport.de/2014/04/07/neue-internetseite/#comments Mon, 07 Apr 2014 16:02:43 +0000 linkeaktion Allgemein http://linkeaktion.blogsport.de/2014/04/07/neue-internetseite/ Wir sind umgezogen. Unsere neue Seite findet ihr hier:
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Solidarität mit der Bevölkerung in Rovaja! http://linkeaktion.blogsport.de/2014/02/02/solidaritaet-mit-der-bevoelkerung-in-rovaja/ http://linkeaktion.blogsport.de/2014/02/02/solidaritaet-mit-der-bevoelkerung-in-rovaja/#comments Sun, 02 Feb 2014 21:49:48 +0000 linkeaktion Allgemein Internationalismus Demonstration http://linkeaktion.blogsport.de/2014/02/02/solidaritaet-mit-der-bevoelkerung-in-rovaja/ Rojava ist die Bezeichnung für die hauptsächlich von Kurdinnen und Kurden bewohnte Region Nordsyriens. Im Bürgerkrieg in Syrien zwischen den Truppen der Assad Regierung und der „Freien Syrischen Armee“ sowie islamistischen Kämpfern, die sich in Verbänden wie der Al-Nusra-Front zusammenschließen, gelang es der Bevölkerung Rojavas einen dritten weg zu gehen. Die Syrische Armee hat sich aus den Kurdischen Gebieten großteils zurückgezogen. Selbstverwaltete Strukturen zur Organiserung des täglichen Lebens und der Gesellschaft sind am enstehen, Selbstverteigungskräfte wurden geschaffen, um die Städte und Dörfer in der Region gegen Angriffe der Islamisten zu schützen und ein Zurückkehren der Armee zu verhindern…

In Stuttgart findet am 8. Februar um 13 Uhr eine Solidaritätsdemonstration zur Unterstützung des fortschrittlichen Aufbauprozess statt. Weiter zum Aufruf:


Solidarität mit der Bevölkerung in Rovaja!

Im März 2011 gingen große Teile der syrischen Bevölkerung für mehr Rechte und Mitbestimmung gegen die Regierung auf die Straße. Aus der gerechtfertigten Bewegung wurde durch die Einmischung anderer Länder mit eigenen Interessen zwischenzeitlich ein Stellvertreterkrieg, in dem sich schon lange nicht mehr nur die Truppen Assads und oppositionelle syrische Kräfte gegenüberstehen. So sahen die westlichen und arabischen Länder wie beispielsweise Saudi-Arabien, Katar und die Türkei nun eine Gelegenheit an Einfluss in Syrien zu gewinnen und unterstützten die sogenannte Freie Syrische Armee (FSA) mit Geld, Infrastruktur, Waffen und Logistik. Offiziell behauptet die FSA sie wolle Zivilisten vor Assad schützen und diesen stürzen, allerdings kommt es immer wieder zu Massakern seitens ihrer Einheiten gegen die Zivilbevölkerung. Die verschiedenen Einheiten innerhalb der FSA rivalisieren miteinander und manche von ihnen kämpfen auch Seite an Seite mit der al-Quaida nahestehenden al-Nusra-Front. Islamistische Gruppen haben mittlerweile mehrmals zu einem „heiligen Krieg“ aufgerufen und allein aus Deutschland sind nach offiziellen Angaben ca. 200 Jugendliche aus deren Kreisen nach Syrien gereist, um sich an diesem zu beteiligen. Aufgrund der Kämpfe sind ca. 2,6 Millionen Menschen aus Syrien und ca. vier Millionen innerhalb des Landes geflohen. Laut UN-Angaben sollen mindestens 100 000 Menschen im Rahmen des Krieges getötet worden sein und die Zahlen steigen täglich.

Weder die Baath-Regierung noch der „Syrische Nationalrat“ (SNC) – ein Zusammenschluss der von Syrern aus dem Ausland gegründet wurde und der von den westlichen und einigen arabischen Ländern als Vertretung anerkannt wird – haben eine fortschrittliche Agenda. Es geht ihnen nicht um eine Demokratisierung im Sinne der Bevölkerung, sondern um die Sicherstellung ihrer eigenen Macht- und Einflussmöglichkeiten. Die westlichen und arabischen Länder, welche den SNC und die FSA unterstützen, erhoffen sich deren Loyalität, wenn es später um die Verteilung der Ressourcen und Anlagemöglichkeiten für das Kapital in Syrien geht.

Allerdings ist in Nordsyrien ein Prozess im Gange, der sich vom Rest Syriens und den Perspektiven, welche die verschiedenen Kriegstreiber anstreben, abhebt.

Rojava

Das Gebiet in Nordsyrien um das es hier geht, wird Rojava (Westkurdistan) genannt. Es reicht vom Irak entlang der türkischen Grenze bis zur Mittelmeerküste. Die Mehrheit der Bevölkerung sind KurdInnen, aber auch andere Ethnien befinden sich dort. 2003 wurde die Partei der demokratischen Union (PYD) gegründet, die den Aufbau einer Autonomieregion im nördlichen Teil Syriens zum Ziel hat.

Unter Assad kam es immer wieder zu Angriffen gegen sie. Nach massiven Repressalien bei einem Fußballspiel 2004 begann die PYD mit dem Aufbau bewaffneter Selbstverteidigungsstrukturen im Untergrund. Seit 2011 tritt die Volksverteidigungskraft, die YPG, die für die Verteidigung und Überwachung des Gebietes verantwortlich ist, offen auf. Aufgrund des sich anbahnenden Krieges in Syrien und der ständig drohenden Angriffe gründeten sie lokale Milizen, intensivierten die Basisarbeit und gründeten Komitees zur Versorgung der Bevölkerung.

Am 19. Juli 2012 wurde die Demokratische Autonomie in Westkurdistan ausgerufen und die Volksräte übernahmen die Kontrolle in den Städten der Region. Regierungsgebäude und Polizeistationen wurden umstellt und die dort stationierten Polizei- und Armeeeinheiten vertrieben. Gleichzeitig wurden öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser und etwa 100 Schulen aufgebaut. Von Anfang an wurden nationale und religiöse Minderheiten, Frauen und Jugendliche in den Prozess der Selbstverwaltung eingebunden und für deren Vertretung in den gegründeten Strukturen gesorgt. Lokale und regionale Räte wurden gegründet, Volksgerichte eingeführt, das Land in Form von Kooperativen bewirtschaftet und Fabriken wie die zur Oliven- oder Zementproduktion in Genossenschaften umgewandelt. Wahlen für eine Übergangsregierung sind trotz schwieriger Voraussetzung in Planung.

Ohne den Kampf gegen das Patriarchat – ist keine Befreiung möglich!

In Rojava nehmen Frauen eine zentrale und eigene Rolle ein. Sie sind aktiv in allen Bereichen und auf allen Ebenen vertreten und verfügen auch über eigene Strukturen wie Frauenräte oder eine eigene Verteidigungseinheit, die YPJ. Frauen müssen auf allen Ebenen – auch leitenden – vertreten sein. Rund ein Drittel der bewaffneten KämpferInnen sind Frauen – in einigen Städten liegt der Anteil sogar bei 60%. Innerhalb der Zivilbevölkerung wird auch den Frauen, die nicht ein Teil der Verteidigungsstrukturen sind der Umgang mit der Waffe beigebracht, damit sie sich und ihre Dörfer vor Angriffen verteidigen können. Dies ist insbesondere unter dem Aspekt von zentraler Bedeutung, da aufgrund der stark patriarchal geprägten Gesellschaft Vergewaltigungen und die Unterdrückung der Frau Alltag sind. Es kann ohne die Befreiung der Frau keine befreite Gesellschaft geben und gerade sie sind es, die in der aktuellen Situation am meisten zu verlieren haben, sollten sich die Dschihadisten durchsetzen.

Für internationale Solidarität!

Die Entwicklungen in Rojava entsprechen weder den Interessen der westlichen und arabischen Kriegseliten, noch der Islamisten oder der Regierung Assads: Eine Region inmitten in einem von Krieg gebeutelten Land, in der Selbstverwaltung praktiziert wird, unabhängig Entscheidungen gefällt werden, in der patriarchale Strukturen nicht weiter reproduziert, sondern deren Auflösung angegangen wird, in der sich die Bevölkerung selbst organisiert und bereit ist sich militärisch zu verteidigen.

So wird versucht Rojava und die dortigen Strukturen auf unterschiedlichen Ebenen zu schwächen: militärisch, politisch und infrastrukturell. Letzteres z.B. durch Embargos wie die der Türkei oder des Iraks, die seit der Ausrufung der demokratischen Autonomieregion in Rojava die Grenzen nach Syrien geschlossen haben und weder Hilfsgüter, Nahrung noch Hilfsorganisationen in das Gebiet lassen. Mittlerweile baut die Türkei sogar eine Mauer um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Kooperation zwischen den kurdischen Kräften auf syrischer und türkischer Seite zu verhindern und den Personen- und Sachverkehr unter ihrer Kontrolle zu haben. Auf der anderen Seite unterstützt die Türkei die Muslimbrüder und die al-Nusra-Front in ihrem Kampf gegen die fortschrittlichen Entwicklungen in Rojava auf allen zentralen Ebenen. Sie stellt ihnen in der Türkei militärische Ausbildungslager und Wohnungen zu Verfügung, die sich bei den Massakern Anfang August 2013 als durchaus nützlich erwiesen: So drangen al-Nusra-Einheiten aus der Türkei nach Rojava ein, brannten Häuser nieder, vergewaltigten Frauen, ermordeten über 400 Menschen und brachten sich anschließend hinter der türkischen Grenze in Sicherheit. Auch die kurdische Regionalregierung im nordirakischen Erbil unter Präsident Masud Barsani lässt medizinische und andere Hilfsgüter nur bedingt die Grenze passieren und hält sie ansonsten geschlossen. Dies obwohl die KurdInnen in Rojava seit Ende Juni 2013 einer massiven Offensive islamischer Gotteskrieger und mit ihnen verbündeter Einheiten der Freien Syrischen Armee ausgesetzt sind. So ist das erklärte Ziel der Al-Nusra-Front und der Organisation „Islamischer Staat Irak und Syrien“ (auch Islamischer Staat Irak und Levante, ISIS) die Errichtung eines islamischen Emirats in Nordsyrien.

Der Prozess in Syrien ist längst nicht nur eine temporäre Erscheinung, sondern hat konkrete Formen angenommen, die weit über Syrien hinaus reichen. Immer wieder erzielen die Volksverteidigungskräfte trotz schwieriger Voraussetzungen militärische und politische Erfolge. Dies trotz der Angriffe durch die von anderen Ländern unterstützten Islamisten, die massiv gegen sie vorgehen und auch besser ausgerüstet sind. So ist es den Einheiten beispielsweise Ende Oktober 2013 gelungen, das Embargo des Iraks zu durchbrechen.

Syrien nimmt geopolitisch und geostrategisch eine wichtige Rolle innerhalb des Nahen Ostens ein. Daher sind sowohl arabische als auch westliche Kriegstreibereliten an dem Land interessiert. Rojava spielt dabei eine zentrale Rolle, denn dort befinden sich 60% der Ölfelder Syriens, ist der Zugang zum Mittelmeer und den angrenzenden Länder wie der Türkei. Es ist somit das Bindeglied zwischen der Türkei und dem Nahen Osten und die Türkei setzt alles daran, um in Syrien kein kurdisches Autonomiegebiet zu haben, welches auch auf den kurdischen Befreiungskampf in der Türkei Auswirkungen haben könnte. Die Zukunft von Rojava wird daher auf ganz Syrien und darüber hinaus Auswirkungen haben.

Unsere Solidarität gilt dem Aufbauprozess in Rojava und der syrischen Bevölkerung. Auch wenn nicht abzusehen ist, wie die Entwicklung in Rojava weiter gehen wird und eine langfristige politische Strategie des Prozesses zumindest nach außen nicht sichtbar ist, so wurden in den kurdischen Gebieten in Syrien schon jetzt Schritte hin zu einer solidarischen Gesellschaftsordnung gemacht, die es zu verteidigen gilt. Der Prozess in Rojava ist dabei nicht nur für Syrien oder die angrenzenden Länder wichtig. Denn auch wir können von den dort gemachten Erfahrungen lernen und aus ihnen profitieren.

Machen wir deutlich, dass sie nicht alleine sind!

Beteiligt euch an der Demonstration am 08. Februar in Stuttgart! | Beginn 14 Uhr | Lauterschlagerstraße gegenüber HBF


Hoch die internationale Solidarität!
Gegen jegliche imperialistische Intervention in Syrien!

Weitere Infos unter:

www.syrien-tagX.tk
www.ceni-kurdistan.com
www.tatortkurdistan.blogsport.de
www.civaka-azad.org

UnterstützerInnen:

Antikapitalistische Linke München, Arbeitskreis Internationalismus Stuttgart, Linke Aktion Villingen Schwenningen, Revolutionäre Aktion Stuttgart, Rote Aktion Mannheim

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Heraus zur Silvesterdemo 2013 in Stuttgart! http://linkeaktion.blogsport.de/2013/12/15/heraus-zur-silvesterdemo-2013-in-stuttgart/ http://linkeaktion.blogsport.de/2013/12/15/heraus-zur-silvesterdemo-2013-in-stuttgart/#comments Sun, 15 Dec 2013 19:05:58 +0000 linkeaktion Allgemein Antifa Internationalismus Demonstration Antirepression Antimilitarismus Klassenkampf http://linkeaktion.blogsport.de/2013/12/15/heraus-zur-silvesterdemo-2013-in-stuttgart/ Am 31. Dezember findet in Stuttgart, wie in den Jahren zuvor eine Demonstration an Silvester statt. Dieses mal steht die Demonstration unter dem Motto: „Keinen Schritt zurück! Gegen Polizeigewalt & Überwachungsstaat, Vorwärts für eine revolutionäre Perspektive!“
Wir rufen dazu auf sich an der Demonstration zu beteiligen.

Anreise aus Villingen-Schwenningen:
Für alle die gemeinsam zur Demonstration fahren wollen: Treffpunkt 14 Uhr, Bahnhof Villingen.

31.12.2013 | 17:30 Uhr Marienplatz | Stuttgart-Süd

Mehr Informationen zur Silvesterdemonstration

Aufruf der Revolutionären Aktion Stuttgart

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50 Jahre Münchner Kriegskonferenz sind 50 Jahre zu viel! http://linkeaktion.blogsport.de/2013/12/15/50-jahre-muenchner-kriegskonferenz-sind-50-jahre-zu-viel/ http://linkeaktion.blogsport.de/2013/12/15/50-jahre-muenchner-kriegskonferenz-sind-50-jahre-zu-viel/#comments Sun, 15 Dec 2013 18:50:39 +0000 linkeaktion Allgemein Demonstration Antimilitarismus http://linkeaktion.blogsport.de/2013/12/15/50-jahre-muenchner-kriegskonferenz-sind-50-jahre-zu-viel/ Am ersten Februarwochende werden sich in München wieder Vertreter des Militärs, der Regierumng sowie der Wirtschaft und der Lobby der Rüstungsindustrie treffen. Zum 50 mal findet 2014 die sogennante Sicherheitskonferenz in München statt.
Wir sagen: 50 Jahre Nato-Kriegskonferenz sind 50 Jahre zuviel! Am 1.Februar findet in München eine Demonstration gegen die Konferenz statt. Gehen wir gemeinsam in München auf die Straße! Krieg dem imperialisatischen Krieg!

Aus Villingen-Schwenningen gibt es eine gemeinsame Fahrt nach München. Infos dazu folgen in Kürze.

Antikapitalistischer Aufruf zu den Protesten gegen die “Siko” 2014: hier

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Bericht zum Antikriegstag 2013 http://linkeaktion.blogsport.de/2013/10/23/bericht-zum-antikriegstag-2013/ http://linkeaktion.blogsport.de/2013/10/23/bericht-zum-antikriegstag-2013/#comments Wed, 23 Oct 2013 17:29:16 +0000 linkeaktion Allgemein Demonstration Antimilitarismus http://linkeaktion.blogsport.de/2013/10/23/bericht-zum-antikriegstag-2013/ Am diesjährigen Antikriegstag in Villingen-Schwenningen versammelten sich zur Traditionellen Kundgebung des DGB in Schwenningen knapp 40 Menschen auf dem Geschwister-Scholl-Platz. Neben dem Aktionsbündnis gegen Rechts VS und der SPD beteiligte sich in diesem Jahr erstmals die Partei die Grünen was wohl hauptsächlich am Wahlkampf zur Bundestagswahl lag.
Auf den drohenden Angriff der NATO-Staaten auf Syrien ging lediglich die Rednerin der Informationsstelle Militarisierung (imi) aus Tübingen ein und stellte in ihrer Rede klar, dass es den westlichen Ländern nicht im geringsten um die zivile Bevölkerung Syriens und die Menschenrechte geht und dass ein Krieg der NATO die Situation der dort lebenden Menschen lediglich weiter verschlimmern würde.
Dagegen gelang es dem Redner der SPD nicht einmal annähernd die heutige Gesellschaft zu überblicken. Das beste Mittel gegen Unterdrückung, Faschismus und Krieg sei Bildung, besonders westlich Bildung. Auch Deutschland müsse diese in anderen Länder tragen um so den dort lebenden Menschen zu ermöglichen in Demokratie und Freiheit zu Leben. Die Grünen kamen in ihrer Rede über das Vortragen ihrer Wahlversprechungen gar nicht erst hinaus.

Nachdem wir den Schwerpunkt in den vergangenen zwei Jahren hauptsächlich auf eine Mobilisierung auf die traditionelle Kundgebung des DGB am Antikriegstag und eine Spontane Demonstration im Anschluss daran gelegt haben, war unsere Ausrichtung in diesem Jahr eine Andere.
Dieses Mal stellten wir die Mobilisierung zu den Protesten gegen das GÜZ in Zusammenhang mit unseren Aktivitäten zum Antikriegstag. Zwar riefen wir dazu auf sich an der Kundgebung des DGB am 1. September zu beteiligen um dort revolutionäre Inhalte präsent zu machen, aber sahen diese nicht als zentrale Aktion an.
Zu den Aktionen und Protesten gegen das GÜZ gab es mehrere Anreisen aus Villingen-Schwenningen. In der Altmark, rund um das antimilitaristische Camp und den Aktionen gegen das GÜZ, gelang es mehrere antimilitaristische Zeichen zu setzten.
Kurz vor dem 1.September ergriffen AntimilitaristInnen in Villingen-Schwenningen die Initiative. Es gab zwei Straßenumbenennungen in der Doppelstadt, ein Transparent gegen die drohende NATO Intervention in Syrien wurde vor den Kasernen der Deutsch-Französischen Brigade in Villingen aufgehängt. Außerdem wurde ein Wahlplakat der FDP, das auf dem Geschwister-Scholl-Platz direkt vor dem Polizeirevier VS-Schwenningen aufgestellt war, überklebt. Auf dem Platz findet auch die Antikriegstags Kundgebung statt.
Auf der Kundgebung am 1. September demonstrierten um die 15 Personen mit Schilder, Transparenten und roten Fahnen auch gegen die rot-grüne Friedenspolitik und gegen das Säbelrasseln der BRD und anderer NATO-Staaten gegen Syrien und stießen dabei auch bei einigen anderen TeilnehmerInnen auf Sympathie.

Die bürgerliche Ausrichtung der Kundgebung, auf der aktuelle Konflikte, drohende Kriege und die Auseinandersetzung mit aktuellen faschistischen Bewegungen, von den Veranstaltern kaum thematisiert wurden und die über das bloße Verharren im Gedenken nicht hinauskam, war offensichtlich. Die alleinige Schuld am 2. Weltkrieg den Hitlerfaschisten zu geben, dabei die damaligen Interessen des deutschen Kapitals außer Acht zu lassen und die Deutung der BRD und der Europäischen Union als Hort der Freiheit und Demokratie, verschleiern die imperialistischen Interessen aus welchen auch heute Kriege geführt werden. Vielmehr noch: eine Veranstaltung zum Antikriegstag welche ohne Bezug zum aktuellen Geschehen stattfindet, die heutigen deutsche Kriege, welche aus Profitinteressen geführt werden, ausklammert und das sichtbare Protestieren dagegen auf einer Gedenkveranstaltung für nicht „angemessen“ betrachtet, ist falsch!

Darum ist es wichtig andere Schwerpunkte abseits der Kundgebung von DGB und SPD zu setzten und diese nicht als zentrale Veranstaltung zum Antikriegstag in Villingen-Schwenningen zu begreifen. Denn es hat sich gezeigt, dass die Veranstalter besonderen Wert auf die am Ende stattfinde Kranzniederlegung und das dazu gehörige Pressefoto legen.

Werden wir auch im nächsten Jahr rund um den Antikriegstag aktiv und machen antimilitaristische Proteste in Villingen-Schwenningen sichtbar!

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Vereint in Krieg, Krise und Armut sind für uns kein Grund zu feiern! http://linkeaktion.blogsport.de/2013/09/17/vereint-in-krieg-krise-und-armut-sind-fuer-uns-kein-grund-zu-feiern/ http://linkeaktion.blogsport.de/2013/09/17/vereint-in-krieg-krise-und-armut-sind-fuer-uns-kein-grund-zu-feiern/#comments Tue, 17 Sep 2013 19:46:33 +0000 linkeaktion Allgemein Demonstration Klassenkampf http://linkeaktion.blogsport.de/2013/09/17/vereint-in-krieg-krise-und-armut-sind-fuer-uns-kein-grund-zu-feiern/ Am 2. und 3. Oktober finden in Stuttgart die offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit statt. Groß inszeniert mit breitem Rahmenprogramm, Volksfest und Auftritt des glühenden Antikommunisten und derzeitigen Bundespräsidenten Joachim Gauck soll das kapitalistische Deutschland gefeiert werden.

Der Hauptzweck dieser reaktionären Veranstaltung ist es, unter anderem, jegliche Alternative zum krisengebeutelten Kapitalismus als utopisch darzustellen und zu verteufeln. Gleichzeitig wird versucht die in den letzten Jahren immer stärker zu Tage tretenden kapitalistischen Widersprüche, durch die völlig kritiklose Zelebrierung des Wiedervereinigten Deutschlands und der Betonung der nationalen Zusammengehörigkeit, zu verschleiern. Die Bevölkerung soll sich als deutsch definieren und die Interessen des deutschen Kapitals als die eigenen begreifen.

Um dieser reaktionären Propaganda etwas entgegenzusetzen, ruft das Stuttgarter Bündnis „Dritter Zehnter“ zu einer Demonstration unter dem Motto „Ihre Einheit heisst Krise, Krieg und Armut“ auf.
Das Versprechen der Wiedervereinigung waren „Blühende Landschaften“ . Doch tatsächlich regiert, 23 Jahre nach dem Ende der sozialistischen DDR, die Politik des sozialen Kahlschlags in Deutschland. Seit Abwicklung der DDR 1990 agiert die BRD zunehmend aggressiver, wenn es darum geht gegenüber anderen Ländern ihre Interessen durchzusetzen. Das deutsche Kapital beansprucht mittlerweile wieder offen die Führungsrolle in Europa.

Wir unterstützen den Aufruf „Ihre Einheit heisst Krise, Krieg und Armut“ und Rufen euch dazu auf, mit uns am 3.Oktober in Stuttgart auf die Straße zu gehen. Am Morgen des 3. Oktobers gibt es aus Villingen-Schwenningen eine Gemeinsame Anreise zur Demonstration.

Zugtreffpunkt zur gemeinsamen Anreise: 11:20 Uhr | Schwenningen Bahnhof

Plakat zur Mobiliserung aus VS

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Auf die Straße gegen Krieg und Militarisierung http://linkeaktion.blogsport.de/2013/07/16/auf-die-strasse-gegen-krieg-und-militarisierung/ http://linkeaktion.blogsport.de/2013/07/16/auf-die-strasse-gegen-krieg-und-militarisierung/#comments Tue, 16 Jul 2013 16:10:26 +0000 linkeaktion Allgemein Demonstration Antimilitarismus http://linkeaktion.blogsport.de/2013/07/16/auf-die-strasse-gegen-krieg-und-militarisierung/ Deutschland führt Krieg…

Afghanistan, Kosovo, Mali, Somalia – das sind nur einige der Länder in denen die Bundeswehr aktuell im Einsatz ist.
Entgegen der offiziellen Behauptung, dass es um die Wahrung der Menschenrechte, im besonderen um die rechte der Frauen, Demokratie und dem Schutz der Bevölkerung vor Diktatoren und Terroristen ginge, sind es ausschließlich die Interessen des deutschen Kapitals für die die Bundeswehr dort sorgt.
Dies sind hauptsächlich der Zugang zu Rohstoffen, sichere Handelswege und ganz allgemein geostrategischer Einfluss. Die tödlichen Folgen trägt dabei vor allem die Zivilbevölkerung.

Gegen diese Politik richtet sich unser Widerstand. Rund um den diesjährigen Antikriegstag werden wir darum gegen imperialistische Kriege und Militarisierung aktiv sein und unseren Protest auf die Straße tragen.

…in welchem Interesse?

Direkt und unmittelbar profitiert davon die Rüstungsindustrie und die Unternehmen die direkt mit der Bundeswehr zusammenarbeiten, denn sie liefern die nötigen Waffen und die Infrastruktur. Hier in der Region sind das etwa, Heckler&Koch – führender Hersteller von Kleinwaffen, Mauser – unter anderem Produzent von Bordkanonen für den Kampfjet Eurofighter – beide aus Oberndorf a.N. und die Firma Astos Solutions die unter anderem Software für Raketen herstellt und in Unterkirnach im Schwarzwald ihren offiziellen Sitz hat. Dazu kommen noch zahlreiche Zulieferbetriebe.
Zwar nicht auf den ersten Blick erkennbar profitiert auch die restliche Industrie und die großen Monopole in Deutschland von lukrativen Aufträgen vom gesicherten und günstigen Zugang zu Rohstoffen, von sicheren Transport und Handelsrouten und durch die Erweiterung ihrer Absatzmärkte.
Die imperialistischen Länder, die Unternehmen und Konzerne, stehen in gegenseitiger Konkurrenz. Wenn Deutschland seinen Einfluss in der Welt vergrößert, bedeutet dies zwangsläufig dass andere Länder an Macht und Einfluss verlieren. Denn in der heutigen Zeit sind die Märkte weltweit erschlossen und aufgeteilt, was bedeutet, wenn es Staaten und den von dort stammenden Unternehmen gelingt neue Absatzmärkte zu erschließen, geht dies immer auf Kosten anderer. Im Kapitalismus kann es nur Gewinner oder Verlierer geben.

Was heißt schon Frieden?

Die bürgerlichen Medien und PolitikerInnen verkaufen die Abwesenheit von Krieg als Frieden.
Jedoch sterben jeden Tag tausende Menschen an den Folgen von Profitmaximierung und Konkurrenzkampf. Und das nicht „nur“ in der sogenannten dritten Welt.
Das ist kein Frieden, sondern die Barbarei des freien Marktes. Im Kapitalismus wird es keinen Frieden geben. Darum ist unser Engagement für Frieden untrennbar mit dem Einsatz für eine solidarische Gesellschaft und gegen den Kapitalismus, verbunden.

Eine Ausführliche Auseinandesetzung mit dem Thema haben wir in unser letzjährigen Broschhüre zum Antkriegstag veröffentlicht. Diese ist auf unserer Website zu finden.

Heraus auf die Straße…

Werdet aktiv und beteiligt euch an den anstehenden antimilitaristischen Aktionen und Mobilisierungen:

GÜZ: Markieren, Blockieren, Sabotieren

Vom 21. bis zum 29. Juli findet in das zweite mal das „WarStartsHere-Camp“ in der Altmark statt. Das Camp findet in unmittelbarer nähe zum Gefechtsübungszentrum Altmark (GÜZ) statt.

Das GÜZ ist einer der größten und modernsten Truppenübungsplätze in Europa. Auf dem über 230 km² großen Gelände wird Krieg geübt und vorbereitet. Alle deutschen SoldatInnen bereiten sich hier auf die Auslandseinsätze vor.
Auf über 6 km² wird derzeit auf dem GÜZ eine Großstadt mit U-Bahn, Industriegebiet Elendsviertel, Flughafen, einem Fluss und und vielem mehr gebaut. In der Schnöggersburg genannten Stadt werden ab 2016 Bundeswehr und Soldaten anderer NATO-Staaten den Krieg und die Aufstandsbekämpfung in Metropolen und Städten üben. Betrieben wird der Truppenübungsplatz von der Firma Rheinmetall, zu der auch Mauser aus Oberndorf a.N. gehört.
Neben Diskussionen und Workshops wird es auch Teil des Camps sein die verschiedene Formen und Facetten von Militarisierung, Krieg und Aufstandsbekämpfung sichtbar zu machen, zu stören und anzugreifen!

Aus Villingen-Schwenningen wird es ab Sonntag den 20. Juli an mehrere gemeinsame Anreisen zum „WarStartsHere-Camp“ geben. Infos dazu gibt es auch bei uns, entweder im Internet oder per Mail.

Krieg beginnt hier! Beenden wir ihn hier!

Weiterführende Links:
http//perspektive.blogsport.eu
http//WarStartsHereCamp.org

Kundgebung am 1.September
Geschwister- Scholl-Platz in Schwenningen:

Wir rufen auch in diesem Jahr dazu auf sich an der Kundgebung in Schwenningen am Sonntag den 1.September zu beteiligen.
Wie in den Jahren davor wird die Kundgebung vom DGB und der SPD veranstaltet. Zum ersten mal wird sich auch die Partei „Die Grünen“ an der Kundgebung beteiligen.
Die rot-grüne Bundesregierung war es, die 1999 die Bundeswehr in den ersten Angriffskrieg in der Geschichte der BRD schickte. Seit dem Krieg gegen Serbien sind Militärinterventionen wider zum Mittel deutscher Außenpolitik geworden.
Darum rufen wir dazu auf, auf der Kundgebung antimilitaristische und antikapitalistische Positionen klar und deutlich zu zu machen.

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